Arbeiten und leben im Rhythmus der Jahreszeiten mit unserer therapiegestützten

Landwirtschaft

Auf den Äckern und in den Gärten des Merjehops gibt es das ganze Jahr über etwas zu tun – von der Vor- und Nachbereitung der Böden über das Säen, Unkraut jäten und das Ernten von Obst und Gemüse bis hin zu deren Verarbeitung und Lagerung. Im Kontakt mit Tieren und dem Boden können sich seelisch erkrankte Menschen im wahrsten Sinne des Wortes „erden“. Die Natur bewertet und verurteilt nicht, sondern nimmt sie so an, wie sie sind. Das hat eine stärkende Wirkung.

Felder und Gärten

Das ganze Jahr über an der frischen Luft zu sein, tut Team und BewohnerInnen gut. Dabei bieten die Jahreszeiten Abwechslung und die konstanten, sich wiederholenden Tätigkeiten sind gleichzeitig eine verlässliche Größe, die Sicherheit gibt. 
Die BewohnerI können sich je nach psychischer Erkrankung und Tagesform bei einfachen Tätigkeiten wie Gießen oder Laubrechen einbringen oder eigenständig verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen, wie das Einsäen und die Verant-wortung für einzelne Beete oder Kleintiere. Sie lernen Kräuter, Obst- und Gemüsesorten kennen, sind an der frischen Luft, in Bewegung und können oft unmittelbar die Früchte ihrer Arbeit ernten und genießen. 

Viele BewohnerInnen bringen Wissen und Erfahrung mit, die wertvoll für das Hegen und zu Pflegen der Gärten ist. 
Zwiebeln säen, ernten, lagern und verbrauchen. So ist der typische Werdegang eines Merjehop-Gemüses.
Wild wachsende Brombeeren werden frisch gegessen oder zu Gelees und Saft verarbeitet.
Hauruck! Bei der jährlichen Heuernte sind Geschick und Kraft gefragt, sollen die Ballen auf dem Wagen landen.
Viele Körbe, viele Hände. "Geschafft!" heißt es, wenn die gemeinsame Kartoffelernte eingekellert ist.
Manchmal dient ein Kürbis einfach nur zur Zierde. Denn Ästhetik schreibt der Merjehop groß.

Unsere Tiere

Oft empfinden Menschen mit psychischer Erkrankung den Kontakt zu Tieren als besonders wohltuend. Zu Tieren finden sie meist leichter Zugang als zu Menschen. Das Reiten und die Arbeit mit den Pferden fördert die Körperwahrnehmung und findet unter fachkundiger Anleitung statt. Bei der Versorgung von Schafen, Hühnern, Enten, Katzen und Aquariumsfischen übernehmen sie Verantwortung und lernen, die Eier, Wolle oder, wenn ein Tier geschlachtet wird, das Fleisch besonders zu schätzen. 

Mit seiner zutraulichen und selbstbewussten Art gewinnt Kater Mao die Herzen der BewohnerInnen.
Etwa 20 Schafe und Lämmer fühlen sich auf dem Hof zu Hause.
Aslan im Schnee. Der Hof hat drei Camargue-Pferde und zwei Haflinger
Hühner, Puten und Laufenten gehören zum Geflügel auf dem Merjehop.

Die Wälder

Das „Holzmachen“ ist eine typische Winterarbeit im Freien, wenn die Arbeiten auf dem Feld und in den Gärten ruhen. Speziell geschulte Fachkräfte leiten die BewohnerInnen bei der Holzgewinnung und -verarbeitung an. Auch hier werden sie körperlich und in ihrer Konzentration gefordert. Und auch hier erfahren sie den Sinn ihres Tuns, wenn am Abend ein wärmendes Feuer im Ofen prasselt.

Alle oben genannten Arbeiten haben neben der stabilisierenden und stärkenden Wirkung auf die BewohnerInnen eine soziale und integrierende Komponente in das Dorfgeschehen für sie und das Einrichtungs-Team. Der Merjehop hat Kooperationen mit landwirtschaftlichen Betrieben des Ortes: Wir kaufen Maschinen zusammen, leihen uns gegenseitig Werkzeuge aus und helfen uns bei der Ernte.

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